Solidarität mit den streikenden Bauern in Rondonia gegen Monopolmolkereien!

In Rondonia und in ganz Brasilien ist es für die Kleinbauern und ihre Familien ein große Herausforderung, die Armut und das Elend zu vermeiden, wenn unter dem Druck der großen Monopole und der Großgrundbesitzer die Preise von ihren Produkten nach unten gedrückt werden und das Land von ihrer Händen ausgeraubt wird.

Letzten Februar, wie vorangekündigt, waren die Milchproduzenten schockiert über den stark gesunkenen Preis für Milch. Laut den Bauern aus Vale do Paraíso, ist der Preis für einen Liter Milch von 2,24 R$ auf 1,20 R$ gesunken und die Molkerei drohte immer noch, den Preis auf 0,80 R$ weiter zu senken! Diese Preise können jedoch nicht einmal die Produktionskosten abdecken. Gleichzeitig steigen die Preise für Milch und Milchprodukte, die auf den Märkten verkauft werden, täglich. Und außerdem erleben die Bauern zurzeit eine Rekordinflation bei Mais und Sojabohnen (Tierfutter), Düngemitteln und Bodenkorrekturmitteln, die für die Milchproduktion unerlässlich sind.

Bundesweit gibt es etwa 28.000 Erzeuger, die täglich 1,6 Millionen Liter Milch verarbeiten. Im März starteten die Bauer in der Region Rondonia einen Milchstreik (Rondonia ist der größte Milchproduzent im Norden Brasiliens), um gerechte Preise für ihre Produkte zu fordern. Das weiß jeder Bauer: wenn die Molkerei viel Gewinn macht, steigt der Wert für einen Liter Milch um einen Cent, wenn ihr Gewinn sinkt, sinkt er auf einmal um 60 Cent oder mehr. Und das ist ungerecht! Mit Beteiligung über 70% haben die Viehzüchter mindestens zwei Wochen lang die Lieferung der Produkte an die Molkerei lahmgelegt. Außerdem organisierten Bauern in verschiedenen Teilen Rondonias kämpferische Proteste. In Machadinho D’Oeste und Seringueiras protestierten hunderte Milchproduzenten, in União Bandeirantes, im Bezirk Porto Velho, sperrten die Bauern Straßen mit brennenden Reifen, nahmen einen mit Milch beladenen Tanklastwagen, verteilten die Produkte an die Werktätigen und verschütteten den Rest. Auch Klein- und Mittelbauern aus Mato Grosso streikten mehrere Tage. In Machadinho D’Oeste, bei den Protesten, wurde durch die Militärpolizei die Demonstranten und Streikenden mit Schlagstöcken, Gummigeschossen und Pfefferspray angegriffen.

Der Kampf der Milchproduzenten um einen gerechten Preis für ihre Produkte ist integraler Bestandteil des allgemeinen Kampfes der armen und landlosen Bauern in Brasilien um Land und gegen die Zerstörung ihrer Wirtschaft und die Unterdrückung, die durch den Imperialismus und seine Stütze im Land systematisch durchgeführt wird. Es ist wichtig für alle fortschrittlichen Kräfte, sich mit dem kämpferischen Streik der Bauern gegen die Milchmonopole zu solidarisieren, diesen aktiv zu verteidigen und zu unterstützen.

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